Jules Verne – Die neuen Abenteuer des Phileas Fogg

Sebastian Pobot vom MARITIM-Verlag hatte seinerzeit die Idee eine JULES VERNE Reihe zu starten, in der ein VERNE-Charakter als fester Hauptdarsteller neue Abenteuer erlebt. WinterZeit AUDIOBOOKS war von Beginn an in die Planungen involviert und als Studio für die Post-Produktion vorgesehen. Sebastian Pobot entschied sich für PHILEAS FOGG als Helden der Reihe. Die ersten Bücher wurden vom versierten Autor Markus Topf (u.a. LEON KRAMER, MORD IN SERIE) geschrieben. Ab Staffel 2 (Folgen 5ff.) kommt Marc Freund als zweiter Autor hinzu. Die beiden werden sich in Zukunft staffelweise abwechseln. Die Produktion begann Ende 2014.

Bei der Besetzung des Erzählers konnte der MARITIM-Verlag einen echten Coup landen. Der bekannte Sprecher Christian Brückner (oft nur als THE VOICE bezeichnet) konnte verpflichtet werden und führt mit seinem unverwechselbarem Timbre als JULES VERNE durch die Handlung. Aber auch alle Haupt- und Nebenrollen konnten prominent besetzt werden. Phileas Fogg wird gesprochen von Sascha Draeger (Tarzen/Tim – TKKG), als seine Frau Aouda hören wir Annina Braunmiller-Jest (Synchronstimme Kristen Stewart), als Kapitän Nemo K.Dieter Klebsch. Foggs Sidekick Passepartout wird von Marius Clarèn verkörpert. In Episodenrollen tummeln sich viele andere bekannte Stimmen (Dietmar Wunder, Manfred Lehmann, Norbert Langer, Jürgen Thormann u.v.a.)

JULES VERNE & CO?

Ursprünglich sollte die neue Reihe „Jules Verne & Co“ heißen. Der Titel sollte anzeigen, dass nicht nur JULES VERNE Charaktere Verwendung finden, sondern auch zahlreiche andere Schöpfungen zeitgenössischer Literatur. Die Idee wurde jedoch wieder verworfen.

Vorwort „Entführung auf hoher See“

Wie schreibt man Jules Verne neu? Für jeden Fan von Science Fiction und Phantastik ist schon die Frage ein Sakrileg. Für uns war es plötzlich eine Aufgabe und eine Herausforderung. Und schon bei den ersten Notizen und Skizzen zu „Entführung auf hoher See“ wurde uns klar, wie wir die Frage für uns beantworten. Wie schreibt man Jules Verne neu? Überhaupt nicht.

Das vorliegende Hörspiel ist ebenso wie seine Nachfolger nicht das Werk des französischen Meisters – es erhebt nicht den Anspruch, seine sprachliche Eleganz oder die erzählerische Raffinesse nachzuahmen. Was es ist, ist eine Hommage. Eine Verneigung vor den Geschichten, die uns, wie Millionen Menschen in aller Welt, seit unserer frühesten Jugend geprägt haben. Es ist ein Wiedersehen mit bekannten Figuren und Motiven und eine Nacherzählung aus Bewunderung. Es ist unsere Art zu sagen: Chapeau, Monsieur Verne! Auf dem Ozean ihrer Schöpfung werden wir ewig nur Matrosen bleiben.

Markus Topf & Dominik Ahrens

Schon gewusst?

Die Reihe JULES VERNE – Die neuen Abenteuer des Phileas Fogg spielt nicht nur relativ frei mit VERNEs Figuren, sondern präsentiert auch immer wieder andere literarische Schöpfungen jener Zeit. So begegnen wir in den Folgen 2 und 3 Dr. Jeckyl alias Mr. Hyde – einer tragischen Figur, die von Autor Robert L. Stevenson geschaffen wurde. Ebenfalls bereits ab Folge 2 dabei: Dr. Victor Frankenstein. Erdacht von der Autorin Mary Shelley. In Folge 5 heißt der Auftraggeber Edgar Allan Poe. Weitere bekannte Persönlichkeiten werden folgen.

Die Musik!

Beim Mix der Reihe wird zweigleisig vorgegangen. Einmal gibt es eine bestimmte Anzahl an feststehenden Themes, die der Komponist Alexander Schiborr im Vorfeld komponiert, arrangiert und produziert hat. Diese liegen fertig vor und werden immer wieder eingesetzt – meist am Anfang und am Ende der jeweiligen Episode oder als Szenentrenner. Zusätzlich wird bei WinterZeit Musik „auf das jeweilige Hörspiel“ komponiert. Also eine Musik speziell für einzelne Szenen geschrieben und produziert. Dies entspricht der üblichen Verfahrensweise von WinterZeit, denn zu allen Eigenproduktionen wird grundsätzlich immer eine spezielle Musik komponiert und nicht auf „Konserven“ zurückgegriffen. Hier hat man einen Hybridfall, da MARITIM den Rahmen-Soundtrack bereits vorher in Auftrag gegeben hatte. Und der war natürlich zu gut, um hinterher nicht verwendet zu werden.

„Das Konzept, Vernes Geschichten zur Grundlage einer Abenteuerserie um den Globetrotter Phileas Fogg zu machen und dabei auch von anderen Autoren geschaffene klassische Figuren einzubauen, ist absolut tragfähig und eröffnet der Serie ausgezeichnete Perspektiven.“

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